Trendstudie 2017 des Wuppertaler Kreises
 

Digitalisierung als Chance für die betriebliche Weiterbildung

Auswertungsergebnisse zum Download (PDF, 2,2 MB)

 
Die Bildungsdienstleister im Wuppertaler Kreis blicken auf ein ausgesprochen erfolgreiches Geschäftsjahr zurück. Die meisten Institute haben sowohl bei den Teilnehmerzahlen offener Seminare als auch bei den Auftragseingängen für firmeninterne Seminare Zuwächse erzielt. Der jährlich ermittelte Geschäftslage-Indikator Weiterbildung des Wuppertaler Kreises spiegelt mit einem Wert von 121 Indexpunkten dieses positive Bild. Gegenüber dem Vorjahreswert von 113 Punkten ist dieser Indikator noch einmal gestiegen und zeigt die positiven Erwartungen der Weiterbildungsunternehmen der Wirtschaft.

 

Abb. 1: Geschäftslage-Indikator des Wuppertaler Kreises

Aus Sicht der Bildungsunternehmen sind es dabei besonders die mit der Digitalisierung verbundenen Entwicklungen, die Anforderungen an die betriebliche Weiterbildung stellen. Wenn Geschäftsmodelle grundlegend neu ausgerichtet werden, müssen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter befähigt werden, diese Entwicklung mitzugestalten. Weiterbildung leistet einen Beitrag dazu, diese Veränderungen in den Betrieben umzusetzen. Es kommt hier darauf an, Qualifizierung und aktives Change Management von Anfang an in den Blick zu nehmen.

 

Abb. 2: Folgen der Digitalsierung für die Personalarbeit

 
Vielfältige Weiterbildungsmöglichkeiten und die Gestaltung einer Lernorganisation im Unternehmen sind Herausforderungen, die von Weiterbildungsdienstleistern in Zusammenarbeit mit den Betrieben entwickelt werden. Ihr Auftrag ist es, Bildungsangebote arbeitsplatznah auf Lernplattformen zur Verfügung zu stellen, die dann selbstgesteuert und bedarfsorientiert von den Mitarbeitern abgerufen werden.

Dabei kommt es bei den Weiterbildungsanbietern darauf an, die Chancen der Digitalisierung auch im eigenen Unternehmen zu nutzen und ihr Angebot digital auszurichten. Weiterbildungsunternehmen werden sich dabei zu "full service"-Anbietern entwickeln, die neben dem traditionellen Bildungsangebot ein breites Spektrum an mediengebundenen Bildungsformaten - wie z.B. Blended Learning, Angebote auf Lernplattformen, Simulationen etc. - anbieten, die in die zunehmend ebenfalls digitalisierten Personalentwicklungsprozesse der Unternehmen eingebunden werden.

Bei der dynamischen Entwicklung der Unternehmen sind Führungskompetenzen weiterhin gefragt, so dass Angebote für Führungskräfte - z.B. Beratungs- und Coaching-Fähigkeiten sowie Teamentwicklung - im Angebot der Weiterbildungsdienstleister eine weiterhin wichtige Rolle spielen. Auch Angebote zur Bewältigung besonders herausfordernder Führungssituationen, wie z.B. die Führung international verteilter Teams nehmen in Zukunft an Bedeutung noch zu.

Über 1,4 Millionen Teilnehmerinnen und Teilnehmer, überwiegend Fach- und Führungskräfte der Wirtschaft, haben 2016 an einem der über 155.000 Seminare, Lehrgänge und Weiterbildungsveranstaltungen der Mitgliedsinstitute des Wuppertaler Kreises teilgenommen.

Mehr als 13.800 fest angestellte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind bei den Mitgliedsunternehmen des Wuppertaler Kreises tätig. Die Institute im Wuppertaler Kreis erzielten mit den Weiterbildungsdienstleistungen im Jahr 2016 gemeinsam einen Jahresumsatz von rund 1,4 Milliarden Euro.

 

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Köln, im Juli 2017

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